Drucken Drucken Artikel weiterempfehlen Artikel weiterempfehlen

Kritische Sicht auf Champagner & Co.

Lasst den Korken knallen!

Lasst den Korken knallen!

Was ich schon immer von mir geben wollte, aber mich nie getraut habe laut zu sagen: ich mag den Champagner nicht! Das ruft bei fast allen Weinfreunden Unverständnis hervor, welches sich gelegentlich bis zur Empörung steigert. Dabei gibt viele Gründe, die dafür sprechen könnten, dass ich recht habe und die fangen schon mit seiner Geschichte an: Den Mönch Dom Perignon der den Champagner angeblich erfunden und dabei ausgerufen haben soll, er trinke gerade Sterne, gab es nie in dieser Rolle. Er ist, wie so vieles in unserer Vergangenheit, eine Geschichtsklitterung, die das im 18. Jahrhundert  erwachende PR-Bewusstsein der Champagnerhersteller frei erfunden hatte um ihrem Produkt eine historische Dimension zu geben. Die Wirklichkeit ist sicher viel banaler und ich stelle sie mir so vor: ein Weinbauer in der Champagne hatte einst das Glück, dass ihm eine seiner abgefüllten Weinflaschen im Keller nicht explodierte. Er öffnete sie und fand darin gelöste Kohlensäure von der Nachgärung. Dass er unsauber gearbeitet haben könnte, kam ihm nicht in den Sinn  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Kritische Sicht auf Champagner & Co.

Drucken Drucken Artikel weiterempfehlen Artikel weiterempfehlen

Flasche geöffnet – was passiert mit dem Rest?

Gestern Abend, in gemütlicher Runde bei einer Flasche Rotwein habe ich mal wieder jenen Kardinalfehler begangen, den zu vermeiden ich mir eigentlich schon vor langer Zeit vorgenommen hatte: ich öffnete noch eine Flasche, nachdem die Gäste schon zaghaft ihren Aufbruch angekündigt hatten. War es erneut meine unausgesprochene Hoffnung, dass sie bei vollen Gläsern nicht gehen würden? Nun saß ich da mit meiner offenen Flasche, trank selbst noch ein Gläschen und überlegte mal wieder was ich mit der fast vollen Flasche tun sollte. Beinahe reflexartig öffnete ich den Kühlschrank und stellte die wieder verkorkte Flasche hinein.

Der größte Feind einer geöffneten Weinflasche ist der Sauerstoff, denn durch ihn wird eine chemische Reaktion vermittelt, die man als Oxidation bezeichnet. Die Umsetzung verschiedener  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Flasche geöffnet – was passiert mit dem Rest?

Drucken Drucken Artikel weiterempfehlen Artikel weiterempfehlen

Es gibt keine guten Weine, sondern nur gute Flaschen

Bereits die Farbe lässt erkennen, dass der Inhalt von zwei Flaschen unterschiedlich ist

Bereits die Farbe lässt erkennen, dass der Inhalt von zwei Flaschen unterschiedlich ist

Der Titel dieses Beitrags klingt wie ein althergebrachtes Klischee, und trotzdem ist die Aussage völlig richtig. Fast jedem Weinfreund ist es schon mal passiert, dass zwei Flaschen des selben Weins, zur gleichen Zeit gekauft und nach ein paar Jahren gleichzeitig geöffnet, zwei völlig verschiedene Weine zu sein schienen. Wie kann das sein? Wir haben es in der Tat mit einem Phänomen zu tun, das uns sehr deutlich sagt, dass der Wein – selbst abgefüllt auf die Flasche – noch ein quicklebendiges Produkt ist und auf kleinste Veränderung seiner Reifebedingungen reagieren kann. Nachfolgend möchte ich stichwortartig versuchen die wichtigsten Gründe für das Phänomen der  möglichen Qualitätsschwankungen von Flasche zu Flasche aufzuführen.

Natürlich kann es mal vorkommen, dass tatsächliche Unterschiede im Flascheninhalt  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Es gibt keine guten Weine, sondern nur gute Flaschen

Drucken Drucken Artikel weiterempfehlen Artikel weiterempfehlen

Schraubverschlüsse für Weinflaschen?

Es ist noch gar nicht lange her, als Weinfreunde sich nicht vorstellen konnten, dass etwas anderes als ein Korken eine gefüllte Weinflasche verschließen könnte. Kork galt als das Material der Wahl für Flaschenverschlüsse und dafür schien eine erdrückende Fülle von Tatsachen zu sprechen, die eine immense Flut von Literatur hervorgebracht haben. Erst als in den 80-iger Jahren die Sherry-Kellereien begannen ihre „Finos“ und „Manzanillas“ mit Schraubverschlüssen auf den Markt zu bringen wurde mancher Weinfreund hellhörig. Bereits seit Jahrzehnten kannte man diese Verschlusstechnik für Mineralwasser und Spirituosen. Kaum ein Wein war ja oxydationsempfindlicher als die unter „flor“ gereiften Sherries. Meist begannen sie schon 6 Monate nach ihrer Abfüllung aus der Solera sich golden zu verfärben und die typischen „Sherrynoten“ anzunehmen. Von der ursprünglichen Finesse und Frische war dann kaum mehr etwas zu spüren. Viele Sherryfreunde in unseren Breitengraden glaubten sogar, dass ein Fino eben genauso schmecken müsse. Wie sich bald herausstellte, hielten sich diese Weine mit Schraubverschluss dann deutlich länger frisch.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Schraubverschlüsse für Weinflaschen?

Drucken Drucken Artikel weiterempfehlen Artikel weiterempfehlen

Fehlender Spaßfaktor: Blindverkostungen

Erinnerung an das Ambiente bei einer Weinprobe zu zweit (Lithographie von Franz Teichel ca. 1845)

Erinnerung an das Ambiente bei einer Weinprobe zu zweit (Lithographie von Franz Teichel ca. 1845)

Bei Weinproben, die eine gewisse Objektivität erfordern, z.B. weil ein Wein unter mehreren Kandidaten für eine Veranstaltung ausgewählt werden soll, oder weil ein Händler die Wahl für die Aufnahme eines Weines in sein Sortiment treffen muss, sollte ohne Kenntnisse des Namens und der Vorgeschichte des Produkts verkostet werden. Die Erwartungshaltung des Weintrinkers kann das Genusserlebnis nämlich ganz wesentlich beeinflussen. Was haben Weinkritiker oder PR-Leute der Kellerei in ihrem Prospekt über den Wein im Glas gesagt oder veröffentlicht? Dieser Faktor spielt eine so große Rolle, dass bei professionellen Weinproben immer blind probiert wird: derjenige, der den Wein beurteilen soll, weiß nicht was für ein Wein das ist, d.h. er kann keine vorgefassten Meinungen mit ihm assoziieren,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Fehlender Spaßfaktor: Blindverkostungen