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Speisen aus Wein – Anno 1890

Einband und Titelseite des “Universal-Lexikon der Kochkunst” (Reprint-Ausgabe)

Dank des Leipziger Reprint-Verlages ist allen deutschsprachigen Gastrosophen das grandiose „Universal-Lexikon der Kochkunst“ von 1890 wieder zugängig. Selbst sein Einband wurde weitgehend der Zeit der Originalausgabe angepasst. Dieses zweibändige Werk, mit zusammen weit über 1000 Seiten, ist für den Liebhaber der Gastronomiegeschichte eine Fundgrube sondergleichen mit praktischen Anleitungen und theoretischen Hintergründen zu Rezepten, die unsre Urgroßeltern geliebt und vielfach nachgekocht haben. Dabei sind wir aus zeitgenössischer Sicht manchmal erstaunt, wie modern und weltoffen sich auch schon die Küche unserer Vorfahren gelegentlich zeigen konnte. Andererseits läuft uns ein leichter Schauer von Gänsehaut über den Rücken, wenn wir uns in die monatlichen „Küchenzettel“, d. h. Vorschläge für Menüfolgen zu bestimmten Gelegenheiten, vertiefen.

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Ein Alptraum: “NESWEIN”

In jeder Schublade ein Pülverchen für einen wohlschmeckenden Wein.

Das Aufsichtsratsmitglied einer kleinen Textilfirma, Martin F. war, zusammen mit seinem Chauffeur, auf dem Wege zur Jahressitzung dieses Gremiums am nächsten Tag in einer fränkischen Kleinstadt. Ein Motorschaden zwang die beiden Herren in einem nahe gelegenen Dorf eine Werkstatt aufzusuchen. Da es schon spät geworden war, entschloss man sich statt im Zielort im Dorfgasthof zu nächtigen. Die Speisekarte im Hotel war eher bescheiden und eine Weinkarte nicht vorhanden. Man wählte ein Bauernomlette zu dem sich der Chauffeur ein Bier bestellte. Herr F. bat die Kellnerin um ein Glas stilles Mineralwasser, aber bitte in einem großen Weinglas! Als ihm die verwunderte Bedienung das Glas auf den Tisch stellte, griff  er in seine Jackentasche und holte ein kleines Tütchen hervor, in Form und Größe einem Umschlag für einen Teebeutel nicht unähnlich. Er riss eine Ecke auf und kippte den Inhalt in das Glas. Das Wasser färbte sich durch das Pulver tief rot. Er schwenkte das Glas vorsichtig und schnupperte: „Ist o.k.“ ließ er verlauten während sein Chauffeur ihm wie versteinert gegenüber saß und versuchte das leere Tütchen über den Tisch zu sich zu ziehen. Er las, immer noch reglos: „NESWINE – Red  Bordeaux, Type Pomerol“. Während Herr F. sichtlich zufrieden an dem Glas hing und schnupperte war sein Chauffeur verwirrt und unsicher ob des gerade Erlebten.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ein Alptraum: “NESWEIN”

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Verbraucherfreundliche Angabe des Alkoholgehaltes

Wieviel Alkohol ist in diesem Glas Wein?

Dem erfahrenen Weintrinker ist die Kennzeichnung des Alkoholgehaltes auf dem Etikett ziemlich egal, denn er weiß meistens sehr genau wann es für ihn persönlich genug ist – insbesondere wenn er noch Autofahren will. Leider geht es anderen, meist jüngeren und unerfahreneren Weinfreunden ganz anders. Sie lesen immer wieder, dass für Männer der tägliche Konsum von nur 24 Gramm und für Frauen von nur 12 Gramm Alkohol gesundheitlich risikoarm seien. Alles darüber hinaus sei schädlich für den Körper. Diese Zahlen basieren angeblich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen sagt die deutsche „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“. In Italien wird für Männer eine Spanne von täglich 24 bis 36 Gramm Reinalkohol von den entsprechenden Behörden empfohlen und in Spanien liegen die  Zahlen sogar noch höher, nämlich bei 30 bis 70 Gramm pro Tag. Sind die Lebern spanischer Weinfreunde besser trainiert, oder ist die Wissenschaft auf der Iberischen Halbinsel eine andere? Die unterschiedlichen nationalen Empfehlungen reflektieren die enorme biologische Variationsbreite bei der Alkoholtoleranz, die nicht nur zwischen den Gesellschaften sondern auch in jeder einzelnen Gesellschaft existiert.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Verbraucherfreundliche Angabe des Alkoholgehaltes

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Auch für Weintrinker: Craft Bier

Craft Bier-Favoriten

Craft Bier-Favoriten

Als gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten eine Handvoll „micro-breweries“ versuchten eine Alternative zu der Phalanx der wässrigen und so gut wie geschmacksneutralen industriellen Biere zu brauen, ahnten sie nicht, dass sie damit einen weltweiten Trend lostreten würden. Das 1988 erstmals hergestellte „Samuel Adams Boston Ale“ wurde zum Auslöser einer Bierrevolution, die heute unter dem Namen Craft-Beer beinahe die ganze Welt erfasst hat. In den USA war es auch ein ökonomischer Erfog: Ein Fünftel des Bierumsatzes im Lande wird mittlerweile mit Craft Bieren gemacht! Das haben in Europa auch manche Weinmacher begriffen und begonnen sich mit Bier zu beschäftigen (darüber habe ich anlässlich der ProWein 2016 berichtet).

Viele „Neuerungen“ basieren – wie so oft – auf einer Wiederenteckung des Alten. So ist es auch bei den Craft Bieren.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Auch für Weintrinker: Craft Bier

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Eindrücke von der ProWein 2016

Isabel del Olmo, Gastgeberin am Stand der Bodega Los Barrancos

Isabel del Olmo, Gastgeberin am Stand der Bodega Los Barrancos

“Immer größer, immer unübersichtlicher” hätte das Motto der gerade zu Ende gegangenen Internationalen Weinmesse ProWein in Düsseldorf (13. – 15.3.2016) sein können. Meiner Interessenslage entsprechend habe ich mich zwei Tage auf Spanien und seine Aussteller konzentriert und unendlich viel Bodega-Tratsch erfahren. Da ich nicht glaube, dass dieser irgend jemanden wirklich interessiert, möchte ich mich im Folgenden auf die Mitteilung einiger weniger persönlicher Eindrücke beschränken.

Da war zunächst die intensive Bekanntschaft mit der weißen Grenache (Garnacha blanca), einer sehr charaktervollen Rebsorte, die vor Urzeiten durch eine genetische Variation aus der roten Garnacha-Urtraube entstanden ist. Sie ist, wie die rote Variante, relativ säurearm und in jugendlichem Rebstockalter auch wenig aromatisch, aber, wie die ältere, rote Schwester, gewinnt sie mit zunehmendem Alter an Charakter. Das Hauptverbreitungsgebiet  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Eindrücke von der ProWein 2016