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Speisen aus Wein – Anno 1890

Einband und Titelseite des “Universal-Lexikon der Kochkunst” (Reprint-Ausgabe)

Dank des Leipziger Reprint-Verlages ist allen deutschsprachigen Gastrosophen das grandiose „Universal-Lexikon der Kochkunst“ von 1890 wieder zugängig. Selbst sein Einband wurde weitgehend der Zeit der Originalausgabe angepasst. Dieses zweibändige Werk, mit zusammen weit über 1000 Seiten, ist für den Liebhaber der Gastronomiegeschichte eine Fundgrube sondergleichen mit praktischen Anleitungen und theoretischen Hintergründen zu Rezepten, die unsre Urgroßeltern geliebt und vielfach nachgekocht haben. Dabei sind wir aus zeitgenössischer Sicht manchmal erstaunt, wie modern und weltoffen sich auch schon die Küche unserer Vorfahren gelegentlich zeigen konnte. Andererseits läuft uns ein leichter Schauer von Gänsehaut über den Rücken, wenn wir uns in die monatlichen „Küchenzettel“, d. h. Vorschläge für Menüfolgen zu bestimmten Gelegenheiten, vertiefen.

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Grosses Theater in Almagro

Im “Corral de Comedias” vor der Vorstellung (Beginn: 23.00 Uhr!)

An vielen Stellen im Ort erkennt man das charakteristische Calatrava-Kreuz, denn Almagro war einst die wichtigste Stadt im sog. Campo de Calatrava, dem Umland der Festung des ersten Ritterordens Spaniens. Später kamen die Fugger aus Augsburg, förderten im nahe gelegenen Almadén Quecksilber, wurden unendlich reich und finanzierten viele Unternehmungen des spanischen Königs und gleichzeitigen deutschen Kaisers Karl V. Noch heute kann man die kleinen Stadtpaläste der deutschen Bankiers und Kaufleute in den Straßen der Altstadt bewundern. Im Juli allerdings wird Almagro zur spanischen Theater-Hauptstadt, dann findet nämlich das jährliche Festival del Teatro Clásico statt. Im Jahre 2017 zum 40sten Mal. Zu dieser Zeit erwacht der das ganze Jahr über zu besichtigende „Corral de Comedias“ zum Leben.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Grosses Theater in Almagro

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Die aromatischen Rebsorten in Spanien

Der Duft von Rosenblüten ist typisch für Weine aus Muskateller-Trauben

Heutzutage sind Geschmacksmoden global, das gilt auch für Weine. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch in Spanien die sog. „Aromasorten“ unter den weißen Reben, wie überall auf der Welt, eine sensorische Wiedergeburt erleben. Im vergangenen Jahrhundert hat man sie verschmäht, weil sie mit ihren intensiven Aromen am Gaumen angeblich penetrant banal wirkten, insbesondere wenn sie, wie damals gewöhnlich, süß ausgebaut wurden. Traminer, Muskateller und Scheurebe waren in unseren Breitengraden die Protagonisten der aromatischen Sorten, auch Bukettsorten genannt. Ich möchte persönlich auf jeden Fall auch den Sauvignon Blanc dazu zählen, denn er kann im Duft und im Geschmack in manchen Anbaugebieten eine überbordende Aromatik entfalten und ist gerade deshalb kürzlich zum Liebling der weltweiten Weißweintrinker geworden. Zu den sensorischen Nachteilen der Bukettsorten gehört die eventuelle Schwierigkeit das „terroir“ ihrer Weine zu erschmecken.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Die aromatischen Rebsorten in Spanien

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Sex des Alters: Mollige leben länger

Wieder nach Herzenslust Lebensmittel auf dem Markt einkaufen!

Den engen Zusammenhang von gastonomischem Genuss mit Sexualität und Erotik hat bereits der Volksmund hergestellt. Die Liebe gehe angeblich durch den Magen heißt es ja sinngemäß in fast allen Kultursprachen. Die Thematik ist also nicht neu. Wir sprechen von der Verquickung zweier Triebe, die beide das menschliche Dasein auf eine sehr intensive und sinnliche Art bestimmen. Vor bald einem halben Jahrhundert hatten die heute als „68iger“ apostrophierten jungen Mitbürger begonnen ihre Sexualität von den Tabus und sozialen Beschränkungen einer moralisch verschlossenen Gesellschaft zu befreien. Heute reden sie gerne von der “sexuellen Revolution”. Ihre neu gewonnene Freiheit haben sie allerdings auf Kosten des gastronomischen Genusses erworben. In dem Maße, in dem die Freizügigkeit in Sachen der Sexualität wuchs stülpte sich ein restriktives Denken und Fühlen über das Sinnesorgan des Geschmacks.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Sex des Alters: Mollige leben länger

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Einfache Chemie und trotzdem nicht banal: das Kochsalz

Fleur de Sel aus der Camargue

„Schlachte nicht mehr als Du salzen kannst“ besagt eine alte Bauernweisheit und deutet auf die große Bedeutung des Salzes für die Haltbarmachung der Ernährung des Menschen. Aber über Salz zu schreiben mag vielen Lesern äußerst banal erscheinen und tatsächlich offenbart eine Internet-Recherche sehr schnell, dass das Thema bereits in einer Unmenge von Büchern und Aufsätzen behandelt wurde. Salz als Handelsware, Salz als kulinarische Zutat, Salz als Konservierungsmittel und Salz als gesundheitspolitisches Problem sind die wesentlichen Themen und Inhalte dieser Schriften. Mich interessieren, neben den medizischen, vor allem die geschmacklichen Aspekte des Salzes. Die Köche unterscheiden bekanntermaßen (1) das Küchensalz zum Kochen und Braten vom (2) „Finishing“-Salz zum genau dosierten Nachwürzen ihrer Speisen. Ein Blick in die Regale der großen Delikatessengeschäfte oder spezialisierten Supermärkte offenbart sofort, dass es von allen Salzen zahllose Varianten gibt, die sich mehr oder weniger durch die Beschaffenheit ihrer Kristalle, ihre salzige Geschmacksintensität und ihren Gehalt an begleitenden Mineralien voneinander unterscheiden. Eine der guten Eigenschaften des Salzes ist, selbstverständlich nur bei richtiger Dosierung, seine Fähigkeit Aromen zu verstärken ohne einen reinen Salzgeschmack zu hinterlassen. Bevor ich mich auf Details der „Salzkunde“ einlasse, möchte ich ein paar Sätze zur medizinischen Thematik auf dem Bildschirm festhalten.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Einfache Chemie und trotzdem nicht banal: das Kochsalz