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Grosses Theater in Almagro

Im “Corral de Comedias” vor der Vorstellung (Beginn: 23.00 Uhr!)

An vielen Stellen im Ort erkennt man das charakteristische Calatrava-Kreuz, denn Almagro war einst die wichtigste Stadt im sog. Campo de Calatrava, dem Umland der Festung des ersten Ritterordens Spaniens. Später kamen die Fugger aus Augsburg, förderten im nahe gelegenen Almadén Quecksilber, wurden unendlich reich und finanzierten viele Unternehmungen des spanischen Königs und gleichzeitigen deutschen Kaisers Karl V. Noch heute kann man die kleinen Stadtpaläste der deutschen Bankiers und Kaufleute in den Straßen der Altstadt bewundern. Im Juli allerdings wird Almagro zur spanischen Theater-Hauptstadt, dann findet nämlich das jährliche Festival del Teatro Clásico statt. Im Jahre 2017 zum 40sten Mal. Zu dieser Zeit erwacht der das ganze Jahr über zu besichtigende „Corral de Comedias“ zum Leben.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Grosses Theater in Almagro

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Ein Gassenhauer: der Gefangenenchor aus Nabucco

Das Bühnenbild: vor der Mailänder Scala 1848, dem Ort der Uraufführung des “Nabucco”.

Seit der Änderung der Zahlungsmodalitäten für das Öffentlich Rechtliche Fernsehen wurde viel gelästert über die seichten Unterhaltungsinhalte des Showgewerbes auf den Bildschirmen und die Blutlachen, die man durchqueren musste um in den Sektionssaal der Pathologie zu gelangen, wo man das letzte Geheimnis des Krimis erfuhr. Ist das den monatlichen Pflichtbeitrag, den jeder Bürger zu entrichten hat, tatsächlich wert? Das natürlich nicht – denn das kann man auf den Privatsendern zur Genüge gratis haben. Aber es gibt auch anderes im Fernsehen, was mit Geld kaum aufzuwiegen ist. Dabei rede ich von meinen beiden Favoriten-Sendern „arte“ und „3sat“. Ich muss den beteiligten europäischen Fernsehanstalten höchstes Lob für ihre Programmgestaltung aussprechen: hier werde ich häufig Zeuge des gegenwärtigen, hochrangigen europäischen Kulturschaffens und ziehe daraus eine enorme Befriedigung und gelegentlich auch Begeisterung, wie kürzlich, am 26.08.2017 auf „arte“, bei der Aufzeichnung des „Nabucco“ von Verdi aus der Arena von Verona. Die Neuinszenierung des gebürtigen Strassburgers Armand Bernard, als Regisseur tätig in der ganzen Welt, war für sich genommen, denke ich, ein kleines Meisterwerk.

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Hélène Grimaud und Mat Hennek in der Elbphilharmonie

Gigantisch: die Elbphilharmonie in Hamburg

Im Großen Saal der neuen Hamburger Elbphilarmonie standen auf dem Podium in der Mitte des überdimensionierten Raums ein Piano, zwei Lautsprecher und eine riesige LED-Leinwand. Die gefeierte französische Pianistin Hélène Grimaud sollte ihre bereits berühmte Zusammenstellung von romantischen und zeitgenössischen “Wasser”-Klavierstücken sowie die „transitions“, des Engländers Nitin Sawhney, kleine ein- bis zweiminütige elektronisch generierte Tonfolgen, ebenfalls zum Thema „Wasser“, spielen. Auf der Fläche direkt hinter dem Klavier wurden Bildinstallationen ihres Lebensgefährten, dem deutschen Fotografen Mat Hennek vorgeführt. „Woodlands and beyond…“ war nicht nur der Titel der optischen sondern der gesamten akustisch-optischen Darbietung im Konzertsaal. Ein Experiment, das es in sich hatte!

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Ollés “Holländer” im Teatro Real

Innenraum mit Köngsloge im Teatro Real, Madrid

Das Verhältnis der Spanier zu Richard Wagner und seiner Musik wird auch heute noch geprägt von der tiefen künstlerischen Ablehnung des deutschen Komponisten durch Manuel de Falla, Spaniens musikalischer Nationalikone. Ob der lebenslange Antifaschist de Falla wohl wusste, dass die „Operation Feuersturm“, jene Luftwaffenunterstützung Francos durch Hitler, die der berüchtigten „Legion Condor“ vorausging, nach einer Aufführung von „Siegfried“ in Bayreuth konzipiert wurde? De Falla und vielen seiner musikinteressierten Landsleuten ist der Egomane Wagner zu teutonisch und häufig auch zu bombastisch. Aber nicht alle Spanier sehen das offenbar so: das Theaterkollektiv „La Fura dels Baus“ aus Barcelona ist längst in die Geschichte der Wagner-Inszenierungen eingegangen durch ihre Interpretation des „Rings“ in Valencia im Jahre 2009 unter der musikalischen Leitung von Zubin Metha. Die Spannung war also groß als ich am 2. Januar 2017 ins ehrwürdige Teatro Real (Königliches Thater) ging um Richard Wagners „El Holandés Errante“ (Der fliegende Holländer) in der Regie von Álex Ollé zu sehen und zu hören. Ollé ist der künstlerische Direktor des Randale-Ensembles (Spiegel Online vom 13.1.2010) „La Fura dels Baus“.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ollés “Holländer” im Teatro Real

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Gedanken anlässlich einer Reise nach Spanien

Albarracín, eines der schönsten Dörfer Spaniens

Wir sind gerade zurückgekommen von einer Reise durch das südliche Aragonien. In den großartigen Dörfern Albarracín, Alcaníz, Rubielos de Mora, Valderrobres und Calaceite wird die Geschichte dieses Landes wieder lebendig. Bürgerliche und adelige Paläste im Stile der aragonesichen Renaissance zeugen von der einstigen Größe des Landes. Je intensiver man die Architektur in sich aufnimmt desto deutlicher wird die historische Tatsache, dass hier das heutige Spanien ganz wesentliche Wurzeln hat. Wenn wir von den „katholischen Königen“ reden denken wir fast immer zuerst an Elisabeth (Isabel) die Erste, Königin von Kastilien (1451–1504). Ihre Sprache war das Kastilische, das heutige Spanisch. Ihr Gemahl König Ferdinand (Fernando) der Zweite von Aragón (1452–1516) sprach Aragonesisch und war der bei Weitem Gebildetere der beiden Monarchen. Er war ein Liebhaber, nicht nur schöner Frauen, sondern auch der Musik und der bildenden Künste. Strategisch geschickt zweigte er vom geneinsamen kastilisch-aragonesichen Staatshaushalt Gelder für die Kultur seines Landes ab. Die architektonischen Monumente aus jenen Tagen zieren heute noch die Marktplätze und historischen Zentren der obigen Dörfer.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Gedanken anlässlich einer Reise nach Spanien