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Speisen aus Wein – Anno 1890

Einband und Titelseite des “Universal-Lexikon der Kochkunst” (Reprint-Ausgabe)

Dank des Leipziger Reprint-Verlages ist allen deutschsprachigen Gastrosophen das grandiose „Universal-Lexikon der Kochkunst“ von 1890 wieder zugängig. Selbst sein Einband wurde weitgehend der Zeit der Originalausgabe angepasst. Dieses zweibändige Werk, mit zusammen weit über 1000 Seiten, ist für den Liebhaber der Gastronomiegeschichte eine Fundgrube sondergleichen mit praktischen Anleitungen und theoretischen Hintergründen zu Rezepten, die unsre Urgroßeltern geliebt und vielfach nachgekocht haben. Dabei sind wir aus zeitgenössischer Sicht manchmal erstaunt, wie modern und weltoffen sich auch schon die Küche unserer Vorfahren gelegentlich zeigen konnte. Andererseits läuft uns ein leichter Schauer von Gänsehaut über den Rücken, wenn wir uns in die monatlichen „Küchenzettel“, d. h. Vorschläge für Menüfolgen zu bestimmten Gelegenheiten, vertiefen.

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Was ist denn eigentlich “Gastrosophie”?

Lebenslust à la Tizian: Das Bacchanal von Andros

Im heutigen Sprachgebrauch wird das Wort „Gastrosophie“ gelegentlich synonym mit „Gastronomie“ gebraucht. Das ist nicht ganz richtig; schon die Bedeutung der griechischen Urspungsworte gibt Auskunft über ihre Inhalte. Gaster, der Bauch und sophia, die Weisheit, bedeuten Erkenntnisse über das Essen (im weitesten Sinne die Essenswissenschaft). Demgegenüber steht gaster und nomos, das Gesetz, als fixe Zusammensetzung des Essens (Kochen nach Rezept). Das eine macht man mit dem Kopf, das andere mit dem Kochlöffel. Der einstige Breslauer Theaterdirektor und Schriftsteller Friedrich Christian Eugen Baron von Vaerst veröffentlichte im Jahre 1851 das Buch „Gastrosophie oder die Lehre von den Freuden der Tafel“. Darin teilte er die Freunde des guten Essens in drei Kategorien ein: den Gourmand, den Gourmet und den Gastrosophen und beschrieb diese folgendermaßen:  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Was ist denn eigentlich “Gastrosophie”?

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Muss es zum Essen immer Wein sein?

Limonaden- oder Saft-Verkostung statt Weinproben?

Viele von uns Weinfreunden würden die Frage ob man auf jeden Fall Wein zum Essen trinken sollte ohne zu zögern mit einem völlig überzeugtem „Ja“ beantworten. Aber wer so denkt, lebt vielleicht nicht mehr ganz in der Gegenwart, denn da hat er oder sie offensichtlich einen allgemeinen Trend in der internationalen Gastronomie verpasst. Es ist nicht so, dass sich einige Küchenkünstler dias ausgedacht haben, nein, es sind die Gäste, die nach Wein-Alternativen beim Essen verlangen . Folglich wird das Thema auch von allen Print-Medien begierig aufgegriffen und begeisterte „Softdrink-Jounalisten“  schwärmen in den gleichen Tönen wie einst beim Wein von Apfelsaft mit Fichtensprossenöl oder Soda mit frischen Beeren (Zeit-Magazin, taz, Süddeutsche Zeitung, Frankurter Allgemeine, Spiegel, essen und trinken).  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Muss es zum Essen immer Wein sein?

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Alterspyramide und die Weinblase

Nach der Reifung im Barrique folgt die ebenso wichtige Flaschenreifung

Volle Fässer: wird am Bedarf vorbei produziert?

Die sog. Alterspyramide ist eine graphische Darstellung der Altersstruktur der männlichen und weiblichen Mitglieder einer Bevölkerungsgruppe. Der Begriff entstand am Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Verteilung des Alters der deutschen Bevölkerung tatsächlich noch pyramidenförmig war. Dies bedeutete, dass die jungen Menschen die Basis und zahlenmäßig die große Mehrheit der Bevölkerung darstellten. Je älter die Menschen wurden, desto weniger gab es von ihnen, daher wurde die Pyramide nach oben immer enger. Die Graphik sagte etwas über die Geburtenrate, die Sterberate und schließlich die Lebenserwartung der Gruppe aus. Heute ist die Pyramide durch die Form einer Urne ersetzt worden, was besagt, dass es verhältnismäßig weniger Junge als Älteren gibt, die für den Bauch der Urne verantwortlich sind. Tatsächlich prognostiziert die Statistik für das Jahr 2050 doppelt so viele  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Alterspyramide und die Weinblase

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Zeit für die Frühlingsweine

Frühlingsboten: ein blühender Magnolienbaum

Der Frühling ist eine Jahreszeit, die die Seele eines Romantikers zum Schwingen bringt. Das hat auch der schwäbische Lyriker Eduard Mörike (1804 – 1875) so erfahren und das wunderschöne Gedicht vom blauen Band des Frühlings geschrieben:

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Hugo Wolf hat es kongenial vertont, die überschäumende Freude über die Düfte des Frühlings findet Ausdruck in den zärtlichen und lebhaften Tönen des Lieder-Komponisten.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Zeit für die Frühlingsweine