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Eine neue Weinkategorie in der Rioja: die Einzellage

Früher wurden die Rebgärten der Rioja vor Ort bewacht (im Bild: “Guardaviñas”), heute macht dies der Kontrollrat in Logroño

Der befürchtete Bruch im Kontrollrat der garantierten Herkunftsbezeichnung DOCa Rioja hat nicht stattgefunden! Mit für seine Verhältnisse geradezu schwindelerregender Geschwindigkeit, hat das Gremium kürzlich die neue Weinkategorie „Einzellage“ offiziell zugelassen. Mit dem Titel „Viñedos Singulares“ sollen künftig Weine ausgezeichnet werden, die bestimmte Qualitäts- und Lagekriterien erfüllen. An den alten Stufen “Crianza“, „Reserva“ und „Gran Reserva“, die sich an der Dauer des Ausbaus im Barrique und in der Flasche orientieren, wird weiterhin festgehalten. Die Anforderungen an Weine mit der Klassifikation „Viñedos Singulares“ sind um einiges komplexer als der bisherige Standard in der DOCa Rioja:
neben der exakten Definition durch natürliche oder anderweitig nachvollziehbare Begrenzung der Einzellage müssen die Rebgärten ein Mindestalter von 35 Jahren aufweisen und die Hektarerträge sollen um mehr als 20 % unter denen der übrigen Region liegen und die Trauben müssen von Hand gelesen sein. Der Einsatz von Erntemaschinen ist für „Viñedos Singulares“ nicht erlaubt.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Eine neue Weinkategorie in der Rioja: die Einzellage

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Der Aperitif: Abführmittel oder Appetitanreger?

Wilder Mittelmeer-Anis: ein Kraut für beliebte Aperitifs im Süden Europas

Wilder Fenchel (Foeniculum vulgare) ein Kraut für beliebte Aperitifs im Süden Europas (z.B. Pastis, Ouzo etc.)

Ein Blick ins Ethymologische Wörterbuch offenbart, dass der Begriff Aperitif, den wir alle für die Bezeichnung eines appetitanregenden, alkoholischen Getränks kennen, aus der Medizin kommt. Das Substantiv wurde aus dem lateinischen „aperire“ (= öffnen) gebildet. Ursprünglich bezog sich das Öffnen allerdings auf einen anderen Körperteil: es bedeutete so viel wie „abführen“, ein Aperitif war demnach ein Medikament aus der Gruppe der Laxantien (Abführmittel). Erst im 19. Jahrhundert veränderte sich die Bedeutung im heutigen Sinne und aus dem Darmöffner wurde der berühmte „Magenöffner“.

Die Literatur über das Zusammenspiel von Wein und Speisen hat in den letzten Jahren geradezu inflationäre Dimensionen angenommen. Es scheint, als müsse sich jeder Sommelier oder Sternekoch in schriftlicher Form mit seinem Beruf auseinandersetzen und mit entsprechenden Beiträgen das deutsche Publikum beglücken – und die Verlage wissen wohl, dass dahinter auch ein gutes Geschäft steht. Eher selten findet man   ….  bitte lesen Sie hier weiter: Der Aperitif: Abführmittel oder Appetitanreger?