Drucken Drucken Artikel weiterempfehlen Artikel weiterempfehlen

Die Wohlgerüche von al-Andalus

Ein “Muss” für alle deutschsprachigen Maurophile

Vor Jahren war ich zusammen mit einigen anderen deutschen Weinjournalisten zu einer Weinreise in ein bekanntes spanisches Weinbaugebiet eingeladen. Im besten Restaurant eines Dorfes, in dem sich ein paar Kellereien befanden, sollte eine Weinprobe mit Kreszenzen verschiedener ortsansässiger Bodegas stattfinden. Als wir ankamen, war das Personal noch damit beschäftigt den Raum herzurichten und versprühte als krönenden Abschluss seiner Tätigkeit reichlich Duftkonzentrat aus einer Spraydose. Zwei meiner Kollegen begannen sofort ein fürchterliches Gezeter, man soll doch mit diesem Unsinn aufhören, denn sie könnten, umgeben von diesem künstlichen Geruch, keinen Wein verkosten. Die Fenster mussten geöffnet werden und der Beginn der Veranstaltung verzögerte sich um mehr als 20 Minuten.

Dieses Ereignis hat nach der Probe für viel Diskussionsstoff zwischen uns Journalisten und den Gastgebern gesorgt. Zwar hat man sehr wohl verstanden, dass Gerüche das Geschmackserlebnis beeinflussen können, aber warum war ein Wohlgeruch aus der Dose schlimmer als der ranzig-kalte Duft von Öl in dem Pommes frites und Fisch gebraten wurde? Eine berechtigte Frage schien mir da auf eine schlüssige Antwort zu warten.   ….  bitte lesen Sie hier weiter: Die Wohlgerüche von al-Andalus