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Angostura und das Drumherum

Die kleine Flasche mit dem würzigen Inhalt.

In meiner Erinnerung stand in beinahe jeder Hotelbar in einem Eckchen ein Sammelsurium von Dingen: das Cocktail-Sieb, lange Rührstäbe, eine Schale mit halbierten Zitronenscheiben und eine Anzahl kleiner Fläschchen. Neben Tabasco und Worcestershire-Sauce fiel mir immer die in völlig weisses, mit Text bedrucktem Papier eingewickelte Flasche auf, auf der groß in etwas verschnörkelten Buchstaben „Angostura“ stand. Angeblich wurde das erste Etikett versehentlich in einer für die vorgesehene Flasche viel zu großen Variante in Auftrag gegeben und dann aus Sparsamkeit des Herstellers trotzdem benutzt. Heute ist es ein Markenzeichen des Angostura. Allerdings habe ich nie in einer Bar gesehen, dass das Angostura-Fläschchen je benutzt wurde und einmal fasste ich mir ein Herz und fragte den Barmann was es mit dem Angostura wohl auf sich hätte. Es sei ein „Bitter“ für manche Mixgetränke war die schlichte Antwort. „Probieren Sie mal einen Manhattan, dann wissen Sie´s“ fügte er noch hinzu. Ich habe den „Manhattan“ nie getrunken, aber einmal in einer Londoner Pub bestellte ein Nachbar an der Theke einen „Pink G and T“ (Dschie an Tie) und als ich sah, dass dem klassischen Gin-Tonic am Schluss einige Tropfen Angostura hinzugefügt wurden, war meine Neugier auf diese rote Flüssigkeit endgültig geweckt.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Angostura und das Drumherum

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Irrwege des Sherry-Marketing

Ist es nicht mehr als befremdlich, dass auf dem Berliner “Bar Convent” im Oktober 2014 die spanische Außenhandelsorganisation zusammen mit dem Sherry-Kontrollrat in Jerez de la Frontera eine Veranstaltung unterstützt hat, die den Sherry als Partner für Mixgetränke propagiert? Als hätte dieser grandiose Wein nicht schon genug Imageprobleme! Die Verkaufszahlen des Sherry sind in den letzten Jahrzehnten ständig rückläufig gewesen und seine Wahrnehmung ist in einen Bereich gerückt, der mit dem „uncool“ der Jugendsprache noch schmeichelhaft umschrieben ist. Altbacken etikettierte Supermarktqualitäten mit hohem Alkoholgehalt haben das einst strahlende Bild des Sherry beim Konsumenten verblassen und unscharf werden lassen.

Zugegeben, in den Zeiten des Sherry-Booms im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert trank man  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Irrwege des Sherry-Marketing