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Eine sehr persönliche Sicht auf das Altern

Das Altern: ein farbenfroher Herbst des Lebens.

Das Altern: ein farbenfroher Herbst des Lebens

Der Aufenthalt bei den farbenfrohen Bienenfressern hat mich zur Nachdenklichkeit  gebracht und ich habe ein wenig über mich selbst und mein Leben reflektiert. Nach der Aufgabe von „La Vineria“ war für mich offenbar der Zeitpunkt gekommen mich mit den Jahren meines aktiven Geschäftslebens einmal kritisch auseinanderzusetzen. Habe ich meine Ziele erreicht und hat mich das glücklicher gemacht? Vielleicht ist es ja völlig falsch ein Leben sezieren und in Bestandteile zerlegen zu wollen um diese dann anschließend getrennt von einander zu betrachten. Ist es nicht immer die Gesamtheit aller Zeitabläufe, die das komplexe Gewebe unseres Daseins zusammenhalten? Meine Überlegungen und Gedanken zur Vergänglichkeit der Zeit, wie ich sie immer wieder versucht habe in Wort und Schrift mit Freunden zu diskutieren, sind Ausdruck der Erkenntnis, dass für mich selbst letztlich nur meine eigene Zeit (Egozeit) von Bedeutung ist. Das ist nichts Spezifisches für meine Person, sondern gilt für jedermann.

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Die Leidenschaft für die Lust

Bei Oscar Wilde (1854 – 1900) dem großen irischen Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor habe ich eine Aussage gefunden, deren Inhalt mir sehr einleuchtend scheint: “Die Leidenschaft für die Lust ist das Geheimnis der Junggebliebenen.” Als ich diese Zeile las erinnerte ich mich sofort wieder an meine Begeisterung in Studentenzeiten für die Schriften Sigmund Freuds (1856 -1939). In dessen faszinierendem Buch „Das Unbehagen in der Kultur“ (veröffentlicht 1930) stand zu lesen, dass ausschliesslich das Lustprinzip den Lebenszweck bestimmt. Hatte Wilde diese Erkenntnis schon Jahrzehnte vorher? Freud, der Begründer der Psychoanalyse, hat das “Lustprinzip” als Antipoden des “Realitätsprinzips” gesehen und gleichzeitig damit die psychische Regelung der sogenannten “Primärvorgänge” definiert: alles was wir als Bilder oder Empfindungen direkt wahrnehmen und was in uns das Bedürfnis nach Befriedigung weckt, gehört in die vom Lustprinzip gesteuerten unbewussten Primärvorgänge. Die Bedingung dabei ist,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Die Leidenschaft für die Lust

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Ein 1971 geborenes Kellerkind von der Mosel

Im Keller vergessen: 1971er Kinheimer Hubertuslay von der Mosel

Im Keller vergessen: 1971er Kinheimer Hubertuslay von der Mosel

Gut gereifte Weine begeistern mich, aber es muss ja nicht immer Spanien sein! Seit der Auflösung des Weinkellers meines Vaters vor etwa 30 Jahren ruhen bei mir gut temperiert zwischen älteren Gran Reservas aus der Rioja auch ein paar verstaubte Flaschen eines Moselweins des Jahrgangs 1971 („Kinheimer Hubertuslay Spätlese“ vom Weingut Alwin Römer. Über das Gut konnte ich übrigens nichts mehr in Erfahrung bringen, außer dass es in Kinheim heute noch eine Weinhandlung gleichen Namens gibt). Ich hatte die Flaschen im Keller völlig vergessen und wenn ich sie bei der Suche nach einem guten Tropfen für den Abend gelegentlich mal wahrnahm, verwarf ich sofort die Idee eine davon zu öffnen, denn ich war mir sicher, dass da nach so langer Zeit nichts Genussvolles mehr drin sein konnte. Dann erfuhr ich vor kurzem, dass der 71er in unseren Gefilden einer der besten Jahrgänge des 20. Jahrhunderts gewesen sein sollte und es dauerte keine Woche bis eine geöffnete Flasche neben einem bauchigen Burgunderglas vor mir stand.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ein 1971 geborenes Kellerkind von der Mosel

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Das Schubladendenken von Weinfreunden

Ordnung muss sein: Schubladen und Fächer für Wein

Ordnung muss sein (auch im Kopf!): Schubladen und Fächer für Wein

Außer dem Wein gibt kein anderes Genussmittel bei dem der Zwang der Hersteller und der Konsumenten derart groß ist es zu kategorisieren und in eine intellektuelle Schublade zu stecken. “Regulierungsbehörden” wachen über die Einhaltung der Weingesetze und  Weinfreunde können sich darüber echauffieren ob eine gegebene Spätlese nicht vielleicht doch schon eine Auslese sei, oder ob eine „Reserva“ von ihrer Ausbauzeit nicht schon eine „Gran Reserva“ genannt werden dürfe. Über die Herkunft der Trauben wird bürokratisch Buch geführt und entsprechende Titel wie „Tafelwein“, „Landwein“ oder Prädikatswein“ vergeben und der Wein wird ggf. mit einer “amtlichen Prüfnummer” versehen. Die berühmte Qualitätsklassifizierung der Weingüter in Bordeaux aus dem Jahre 1855 (Grand Cru Classé) war wohl nur ein geniales Marketing-Instrument, wird aber von den Weintrinkern in aller Welt unverändert ernst genommen und finanziell entsprechend honoriert. Genau wie  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Das Schubladendenken von Weinfreunden

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Rotwein ist für alte Knaben…

Es ist ja sprichwörtlich: die Liebe zum Wein nimmt im Alter zu. In der Sprachkultur aller weintrinkenden Völker gibt es unzählige Aphorismen, die auf die Verbindung von Wein und Alter hinweisen. „Guter Wein ist der Alten Milch” findet sich z.B. in der Sprichwortsammlung des Karl Simrock aus dem Jahre 1846. Dort sind auch noch viele andere Volksweisheiten zum gleichen Thema aufgeführt. Wilhelm Busch, der selbst wahrlich kein Kostverächter war, hat sie später auf einen humorvoll poetischen Punkt gebracht:

„Rotwein ist für alte Knaben
Eine von den besten Gaben.”  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Rotwein ist für alte Knaben…