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Wein im Vatikan

Der kleinste Staat der Welt ist nicht etwa Monaco oder San Marino sondern die Vatikanstadt. Es ist eine Wahlmonarchie mit dem Papst als Staatsoberhaupt, in der ca. 1000 Menschen dauerhaft leben. Davon besitzen  jedoch nur etwa 600 einen vatikanischen Pass, der immer nur für die spezielle und zeitlich limitierte Funktion des jeweiligen Inhabers vergeben wird. All diese Menschen leben auf gerade einmal 0,44 qkm. Sie gehören entweder zur Geistlichkeit, zur Administration oder zum Haus- bzw. Sicherheitspersonal.

In der britischen Zeitung „The Independent“ konnte man am 17. März 2014 unter dem Titel „More wine is drunk per person in the Vatican City than in any other country in the world” eine ganz erstaunliche Mitteilung lesen: im Durchschnitt trinkt jeder Bewohner des Zwergstaates 74 Liter (entsprechend etwa 105 Flaschen) Wein im Jahr. Das ist etwa das Doppelte des Konsums der Franzosen oder Italiener und drei Mal so viel wie der statistische Verbrauch in Großbritannien oder Deutschland.

Natürlich sind diese Zahlen der ganz besonderen Bevölkerungscharakteristik des Vatikans geschuldet. Die Bewohner sind im Zweifel ältere Semester, männlich, gebildet und essen immer in Gruppen zusammen. Alles Faktoren, die aus Sicht der Soziologen zum Weinkonsum prädestinieren. Außerdem gibt es weder Kinder noch Muslime, die die Statistik nach untern beeinflussen würden.

In wie weit der Messwein im Gesamtkonsum enthalten ist wurde nicht expressis verbis mitgeteilt. Aber es ist kaum vorstellbar, dass die regelmäßige Eucharistie – selbst wenn alle Bewohner daran teilnähmen – einen nennenswerten Konsum verursachen würde

 

 

 

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