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Mein Sommerrotwein: Corral de Castro 2012

Etikett des Corral de Castro 2012

Etikett des Corral de Castro 2012

In einer lauen Sommernacht sitze ich auf der Terrasse meines andalusischen Domizils und schlürfe den Wein aus den einige hundert Meter entfernten Rebgärten. Den Corral de Castro 2012 habe ich dekantiert, denn wir haben ihm während der Vinifikation wenig Gelegenheit gegeben Sauerstoff aufzunehmen. Im großen, bauchigen Glas entwickelt sich langsam das Aroma: Der typische Tempranillo-Duft mit ausgeprägten Brombeernoten und einem Hauch von Lakritz steigt mir in die Nase. Am Gaumen ist er weich und anschmiegsam, keine sehr ausgeprägten Tannine und ein feiner Säurehintergrund. Im Geschmack erkenne ich wieder rote Beeren und einen Hauch von Rauch. Der Abgang hinterlässt nochmals feine Fruchtnuancen auf der Zunge. Ich könnte mir vorstellen, dass man diesen Wein auf etwa 10 bis 12 Grad runtergekühlt ebenso genießen kann. Übrigens, er hat schon jetzt  ein ganz leichtes Depot entwickelt als Folge unseres  Verzichts auf jede Art von Filtration.

Der Corral de Castro 2012 enthält mehr Tempranillo und weniger Cabernet Sauvignon als in anderen Jahren. Einen Teil des temperaturkontrolliertorenen Tempranillo-Weins haben wir im Stahltank belassen um seine Frucht zu erhalten. Dadurch ist ein neuer, fruchtbetonterer  Weintyp entstanden, weniger anspruchsvoll, dafür aber süffiger  und leicht zu verstehen (die Cuvée besteht aus 79 % Tempranillo, 17 % Cabernet Sauvignon und 4 % Merlot). Dazu habe ich einen gereiften Rohmilch-Manchego gegessen: eine Geschmackssymphonie in tropischer Nacht!

Der Corral de Castro 2012 ist ab sofort auch bei La Vineria zu erhalten, entweder als Einzelflaschen oder im 12er Probierpaket frei Haus mit zusätzlichen 20 % Einführungspreisnachlass. Ein Klick genügt.

 

 

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