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Unterschiedliche Terroirs innerhalb eines Rebgartens

Um die Abfüllung des Jahrganges 2009 vorzubereiten habe ich zusammen mit César, dem Önologen von Los Barrancos, den Inhalt von beinahe 70 barriques verkostet. Ziel dieser Aktivität war, eventuell fehlerhaft entwickelte Weine zu entdecken und von der endgüligen Jahrgangscuvée auszuschliessen. Bei dieser etwas eintönigen Arbeit fielen uns beiden zwei Barriques auff, die einen exzeptionell guten Wein enthielten. Er war das Konzentrat dessen was wir normalerweise unter dem „Corral de Castro” abfüllen. Beide hatten wir den gleichen Gedanken: einen Teil des Weines aufzubewahren und auf Flaschen zu ziehen um seine Entwicklung über die Jahre verfolgen zu können. Erstaunlicherweise stellte sich hinterher heraus daß beide Fässer aus einer bestimmten Parzelle stammten, die wir entsprechend dem Katasterauszug „Loma de los Felipes” nannten. Wenn sich diese Lage auch in den nächsten Jahren als etwas Aussergewöhnliches herausstellt sollten wir ihre Weine vielleicht gesondert ausbauen und abfüllen.

Diese Erfahrung hat gezeigt, dass es sich auf jeden fall lohnt auch kleine, genau definierte Stücke des Reblandes auf die Qualität ihrer Trauben bzw. Jungweine zu untersuchen. Dass das terroir von einem Ort zum benachbarten anderen Ort erheblich wechseln kann und dies auch Einfluss auf den Wein hat, ist ja jedem Winzer in Burgund und anderen Weinbaugebieten gut bekannt.

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