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Die Menschen werden immer finden, daß die ernsteste Sache ihres Daseins das Genießen ist

Übrigens, der gestern erwähnte Feingeist Gustave Flaubert schrieb in einem Brief an George Sand, datiert vom 6. Februar 1867 folgende Zeilen: „Die Menschen werden immer finden, daß die ernsteste Sache ihres Daseins das Genießen ist“.

Damit kann ich mich voll und ganz identifizieren. Uns Weinfreunden wird ja gelegentlich vorgeworfen, daß wir unser Genußthema zu „ernst und verbissen“ diskutieren und beinahe missionarisch in die Welt zu tragen versuchen. Ein überragender Koch oder ein genialer Weinmacher werden gelegentlich zu Halbgöttern stilisiert. Warum eigentlich nicht? Sind sie nicht weniger Künstler als ein Maler, Poet oder Musiker? Durch Essen und Wein kommuniziert der Schöpfer solcher Köstlichkeiten mit seinem Publikum, dieses wiederum möchte seine sinnlichen Erfahrungen gerne mit anderen Menschen teilen und dies geht zunächst einmal nur mit Worten. Das muß man doch einfach sehr ernst nehmen!

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