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Was die Deutschen trinken

Mittelalterliche Statistik: Rechenbrett anstatt Computer

Mittelalterliche Statistik wurde noch mit dem Rechenbrett anstatt dem Computer gemacht.

Über die Kultivierung des Durstes habe ich an dieser Stelle schon einmal geschrieben. In dieser Thematik liegt unsere Liebe zum Wein verborgen. Aber der Wein stellt naturgemäß nur einen kleinen Anteil zur Befriedigung unseres Flüssigkeitsbedarfes dar. Welche Getränke nehmen wir sonst noch in größeren Mengen zu uns? Der bekannte Getränkejournalist Michael Breitenacher hat Daten zum Getränkekonsum der Deutschen aus den verschiedensten öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Seine Tabelle wurde kürzlich in der im Meininger-Verlag erschienenen „Weinwirtschaft“ (11;6, 2015) veröffentlicht. Diese Zahlen bergen eigentlich kein Geheimnis und wenn man aus seinen eigenen Trinkerfahrungen auf die Gesamtheit von 80 Millionen Deutschen hochrechnet, kommt man tatsächlich mehr oder weniger auf die Zahlen Breitenachers. Der gesamte Getränkekonsum betrug im Jahr 2014 in Deutschland geschätzte 761 Liter pro Person. Das sind wenig mehr als 2 Liter am Tag pro Person, eine Zahl, die in der gleichen Größenordnung auch von Ernährungswissenschaftlern als täglicher Flüssigkeitsmindestbedarf angegeben wird.

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Wieso vertragen wir überhaupt Alkohol?

Bis 2009 Gefahrensymbol für gesundheitsschädlichen Stoff: z.B. Äthanol und Acrolein

Bis 2009 Gefahrensymbol für gesundheitsschädlichen Stoff: z.B. auch Äthanol und Acetaldehyd

Es hat sich längst herumgesprochen, dass Enzyme für den Abbau von Alkohol im Körper und damit für die Alkoholverträglichkeit verantwortlich sind. Genau genommen handelt es ich um die Alkoholdehydrogenase (ADH) und um die Aldehyd-Dehydrogenase 2 (ALDH). Beide Enzyme sind von überragender Wichtigkeit wenn es darum geht Alkohol, bzw. dessen toxisches Stoffwechselprodukt Acetaldehyd aus dem Blut zu eliminieren. Die Produktion dieser beiden lebenswichtigen Enzyme wird genetisch kontrolliert und geregelt. Es gibt bestimmte Völker, vorwiegend in Asien (z.B. Koreaner, Japaner und Vietnamesen), bei denen deutlich geringere Mengen der ADH und ALDH im Blut messbar sind, ebenso wie übrigens auch weltweit bei Frauen. Beide, Asiaten und Frauen,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Wieso vertragen wir überhaupt Alkohol?

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An die Melancholie – ein Gedicht von Herman Hesse

Melancholie pur: Caspar David Friedrichs "Der Träumer"

Melancholie pur: Caspar David Friedrichs “Der Träumer” (gemeinfrei)

In meinem vorangegangenen blog-Beitrag habe ich auf den Zusammenhang von Wein und Melancholie hingewiesen. Nach seiner Veröffentlichung bin ich auf ein Gedicht Herman Hesses (1877 – 1962) gestoßen in dem diese Verbindung auch gemacht wird und welches mir sehr gut gefallen hat. Darin spricht der Dichter die „Melancholie“, die er personifiziert hat, direkt an: vor ihren dunklen Augen fürchtet er sich und versucht sein Grauen im Weinkonsum zu ertränken. Bei der Liebe und in der Musik konnte er die Melancholie kurzfristig vergessen. Aber sie blieb ihm auf den Fersen und am Ende, in der letzten Strophe, gibt er klein bei: der Dichter akzeptiert die Melancholie als einen Teil von sich selbst („…all mein Irren war ein Weg zu dir“). Melancholie ist niemals eine Krankheit, auch keine Vorstufe davon. Melancholie gehört zu den vielen Varianten der seelischen Zustände eines jeden gesunden Menschen.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: An die Melancholie – ein Gedicht von Herman Hesse

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Sind Weintrinker immer Melancholiker?

Inbegriff melancholischer Stimmungslage: Mondnacht im Walde

Der Inbegriff melancholischer Stimmungslage: Vollmondnacht im Walde

In der heutigen Erlebnisgesellschaft muss man ständig in Bewegung sein und etwas unternehmen um bloß nichts zu verpassen. Da ist das Wort Melancholie völlig obsolet. „Uncool!“ bescheinigen einem die jungen Leute, wenn man das Thema auch nur streift. Trotzdem gibt es sie, ja muss es sie geben: die Melancholie gehört zur Essenz des Lebens, sie ist eine Grundstimmung des Menschen genau wie Freude oder Trauer. In der Romantik nannte man es den „Weltschmerz“, der jedes Individuum von Zeit zu Zeit erfassen konnte und den keiner schöner und einfühlsamer auf die Leinwand pinselte als Caspar David Friedrich. Seinen Ursprung hat der Begriff „Melancholie“ im griechischen melas (=schwarz) und cholé (= Galle), also der schwarzen Galle aus der antiken, von Hippokrates aufgestellten, „Viersäftelehre“. Der berühmte griechische Arzt Galenos von Pergamon (Galen) hat ein paar Jahrhunderte später eine Vermehrung der schwarzen (verbrannten) Galle im Blut als Ursache der Melancholie gedeutet und die vier Temperamente in das medizinische Denken eingeführt (Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker und Melancholiker) Das Element des Melancholikers war die Erde und seine Sternbilder der Skorpion, der Stier und die Waage.

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Bahnt sich eine Katastrophe in den Weinbergen an?

Die Kirschessigfliege ist weit mehr als ein dämonischer Halloween-Scherz

Die Kirschessigfliege ist weit mehr als ein dämonischer Halloween-Scherz

Ein Gespenst in Form eines fliegenden Insektes geht in den Weinbergen Europas um, sein lateinischer Name ist Drosophila suzukii (deutsch: Kirschessigfliege). Manche Winzer setzen die potentielle Gefahr, die von dieser Mücke ausgeht, dem Unheil der Reblaus (Phylloxera) gleich, andere wiederum sehen es deutlich entspannter. Diese sehr unterschiedlichen Beurteilungen beruhen einerseits auf der erheblichen geographischen Variation der lokalen Verbreitung, d.h. was die Winzer davon mitbekommen und andrerseits auf der noch immer sehr geringen Kenntnis der Biologie des Tieres. Es kommt aus Südost-Asien und wurde in europäischen Breitengraden erstmals 2009 in Italien und zwei Jahre später in Deutschland gesichtet und beschrieben, wo es erhebliche Schäden in Kirschbaum-Plantagen anrichtete. Der Schaden, der von dem weiblichen Insekt ausgeht beruht auf einem Organ namens „Ovipositor“, dessen Aufgabe die Zerstörung der Frucht- bzw. Traubenschale und die Ablage der Eier im Fruchtfleisch ist. Während der folgenden Entwicklung  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Bahnt sich eine Katastrophe in den Weinbergen an?