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Rotweine “sur lie” ausgebaut

Die Tempranillo-Traube: Grundlage für den "vino de cosechero"

Die Tempranillo-Traube: ihr Jungwein gewinnt durch das Lagern “sur lie”

Unter dem Titel “Oft sind die Hefen besser als der Wein” habe ich vor etwas mehr als einem Jahr an dieser Stelle über die Bedeutung der Hefen für die sinnliche Wahrnehmung von Duft und Geschmack referiert. Dabei bin ich auf eine Vinifikationstechnik überhaupt nicht eingegangen: die Reifung des Weins auf seinen Gärhefen (“sur lie”). Historisch gesehen hat dieses Verfahren viele Wurzeln: es wird bei der Weißweinherstellung (siehe blog: Große Liebe: barrique-vergorene Weißweine) in Burgund und manchen Gegenden Spaniens ebenso angewandt wie bei der Herstellung von Schaumweinen nach Art des Chanpagners oder bei der Reifung des Fino-Sherry auf den flor-Hefen. Im Prinzip wird in all diesen  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Rotweine “sur lie” ausgebaut

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Weinkitsch und Kitschweine

Der Gartenzwerg: Inbegriff des Kitsches

Der Gartenzwerg: Inbegriff des Kitsches (Wickimedia, gemeinfrei)

An dieser Stelle habe ich mich schon mehrfach über das Thema Wein und Kunst ausgelassen (kürzlich z.B.: Bayreuth, Richard Wagner und der Wein oder Ist die Ästhetik des Weins Kunst?) aber noch nie habe ich ein Wort über ein quantitativ viel wichtigeren Bereich, nämlich „Kitsch und Wein“ verloren. Vielleicht weil es mich selbst so negativ berührt, dass ich am liebsten nichts damit zu tun haben will. Dennoch: jeder bekennende Weinfreund ist sicher schon mal Opfer einer Kitsch-Attacke von Freunden oder Verwandten geworden. Korkenzieher mit übergroßem Wurzelholzgriff oder Gartenzwergen als Aufsatz, Tropfenfänger mit herumgeschwungenen Meerjungfrauen, bunte, mit Reblaub verzierte Weingläser, oder gar Weinflaschen mit  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Weinkitsch und Kitschweine

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Umami im Wein

Ist der Geschmack von rohem Fleisch im Wein "umami"?

In der Theke einer Metzgerei: ist der gelegentliche Geschmack von rohem Fleisch im Wein “umami”?

Wer sich schon einmal selbst überwunden und ein „Fast-Food“-Hamburger verdrückt hat, hat Bekanntschaft mit „umami“ gemacht. Das Wort stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „wohlschmeckend fleischig und vollmundig herzhaft“. Ikeda Kikunae, ein Lebensmittelforscher in Japan postulierte Anfang des 20. Jahrhunderts, dass es neben den klassischen Geschmacksqualitäten salzig, bitter, süß und sauer noch eine fünfte gibt, nämlich die, die er „umami“ nannte und für die mittlerweile an der Zungenwurzel auch ein Geschmacksrezeptor identifiziert wurde. Kikunae fand umami vorwiegend in eiweißreichen Essenszubereitungen. Bald stellt sich heraus, dass der umami-Geschmack von dem Eiweißbaustein (Aminosäure) Glutaminsäure herrührte und dass, ein Salz davon, nämlich das Mononatriumglutamat, als Geschmacksverstärker fungiert. Als solcher wird das „Glutamat“ heute in riesigen Mengen  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Umami im Wein

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Bayreuth, Richard Wagner und der Wein

Das Festspielhaus in Bayreuth (Wickimedia, gemeinfrei)

Das Festspielhaus in Bayreuth (Wickimedia, gemeinfrei)

Mir wurde das große Glück zuteil zwischen dem 22. Und 27. August 2014 in Bayreuth den “Ring des Nibelungen” hören und sehen zu dürfen. Das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel wurde von  Wagner ja ursprünglich tatsächlich nur für die Aufführung seiner  Ring-Tetralogie konzipiert. Also ein sehr authentischer Ort um in die Geschichte und die Musik um Wotan, Alberich, Brünnhilde und Siegfried einzutauchen. Im Vorfeld gab es im deutschen Blätterwald schon erhebliches Rauschen zur Regie Frank Castorfs, die von der Presse einstimmig abgelehnt wurde. „ich kann ja die Augen zu machen, wenn´s zu schlimm wird“ dachte ich mir,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Bayreuth, Richard Wagner und der Wein

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Rainer Maria Rilkes Huldigung an die Oechsle Grade

Statue von R.M. Rilke vor seinem Wohnsitz in Ronda, dem Hotel Reina Victoria

Statue von R.M. Rilke vor seinem Wohnsitz in Ronda, dem Hotel Reina Victoria (Wickimedia, gemeinfrei)

Ein Mechaniker und Goldschmied aus Pforzheim namens Christian Ferdinand Oechsle hat im Jahr 1836 eine für den Weinbau grundlegende Erfindung gemacht: die Mostwaage. Noch heute wird vielfach mit ihr der Zuckergehalt des Traubenmostes bestimmt. Oechsle spekulierte in seiner berühmten Arbeit „Über den Gebrauch der Most- und Weinwaage“, dass man die Entwicklung der Gärung wesentlich besser voraussagen könnte wenn man den Zuckergehalt des Mostes kennen würde. Ein zukunftsträchtiger Gedanke wenn man bedenkt, dass erst ein Jahrzehnt vorher durch den französischen Chemiker Joseph Louis Gay-Lussac die Reaktionsgleichung für die Umwandlung von Glukose (Zucker) in Ethanol (Alkohol) aufgestellt wurde.

Öchsle war pragmatisch veranlagt, er entwickelte eine Gradeinteilung auf seiner Mostwaage  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Rainer Maria Rilkes Huldigung an die Oechsle Grade