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Mein Sommerrotwein: Corral de Castro 2012

Etikett des Corral de Castro 2012

Etikett des Corral de Castro 2012

In einer lauen Sommernacht sitze ich auf der Terrasse meines andalusischen Domizils und schlürfe den Wein aus den einige hundert Meter entfernten Rebgärten. Den Corral de Castro 2012 habe ich dekantiert, denn wir haben ihm während der Vinifikation wenig Gelegenheit gegeben Sauerstoff aufzunehmen. Im großen, bauchigen Glas entwickelt sich langsam das Aroma: Der typische Tempranillo-Duft mit ausgeprägten Brombeernoten und einem Hauch von Lakritz steigt mir in die Nase. Am Gaumen ist er weich und anschmiegsam, keine sehr ausgeprägten Tannine und ein feiner Säurehintergrund. Im Geschmack erkenne ich wieder rote Beeren und einen Hauch von Rauch. Der Abgang hinterlässt nochmals feine Fruchtnuancen auf der Zunge. Ich könnte mir vorstellen, dass man diesen Wein auf etwa 10 bis 12 Grad runtergekühlt ebenso genießen kann. Übrigens, er hat schon jetzt  ein ganz leichtes Depot entwickelt als Folge unseres  Verzichts auf jede Art von Filtration.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Mein Sommerrotwein: Corral de Castro 2012

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Für Liebhaber von Wein und Tomaten

Tomaten aus eigenem Anbau: grün enthalten sie noch viel Solanin

Tomaten aus eigenem Anbau in Andalusien: grün enthalten sie noch viel Solanin (ein Alkaloid)

Was haben Weintrauben und Tomaten gemeinsam? Auf den ersten Blick überhaupt nichts anderes als ihren guten Geschmack und ihre große Beliebtheit. Sie kommen aus entgegengesetzten Richtungen dieser Welt. Während die Heimat des Weins im Vorderen Orient zu suchen ist, stammt die Tomate aus den Anden-Regionen Südamerikas. Ende des 15. Jahrhunderts brachte Christoph Kolumbus die kleinen Früchte von„Nueva España“ jenseits des großen Ozeans, in seine spanische Heimat mit. Da dieses in Europa unbekannte Gemüse in jenen Tagen eher eine goldgelbe  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Für Liebhaber von Wein und Tomaten

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Rosé: Charmeoffensive in Pink

Die Rosenblüte: Vorbild für Name und Farbe des Roséweins

Die Rosenblüte: Vorbild für Name und Farbe des Roséweins

Rosé-Weine (span.: rosado) hatten lange Zeit ein schlechtes Image: „Nicht Fisch nicht Fleisch“ war die fast einhellige Meinung unter Weinfreunden. Das hat sich, Gott sei Dank, erheblich geändert, seit man verstanden hat, dass der Winzer viel Können und Gespür für das Machen eines richtig guten Rosés benötigt. Dass es überhaupt möglich ist Weine dieses Typs herzustellen, liegt daran, dass die meisten roten Trauben weißes Fruchtfleisch haben, d.h. der Most ist in seiner Farbe von dem eines Weißweins zunächst nicht zu unterscheiden. Beim Rosé geht es darum den Schalen der roten Trauben möglichst viel Aroma zu entlocken, ohne ein Übermaß an roter Farbe und Tanninen in den Wein zu bringen.

Ein Rosé sollte ein attraktives, leuchtendes Pink zeigen, in dem sich vielleicht auch Blau-, Orange- und Grautöne finden. „Oeil de perdrix“, Rebhuhnauge, nennen die Schweizer ihre Rosés aus Pinot Noir. Vielleicht steckt  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Rosé: Charmeoffensive in Pink

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Veganer Wein oder Ökowein?

Das neue europäische Bio-Siegel (u.a. auch auf Bio-Wein-Flaschen)

Das europäische Bio-Siegel (u.a. auch auf Bio-Wein-Flaschen)

Neulich stand ich vor dem Schaufenster eines Bioladens in der Frankfurter Innenstadt und traute meinen Augen nicht: da stand eine Flasche mit einem Zettel am Flaschenhals festgebunden, auf dem stand in Großbuchstaben „VEGANER WEIN“. Meine erste Reaktion war völliges Unverständnis, denn Wein ist ja wohl eindeutig ein pflanzliches Produkt – dachte ich. Erst im Laden wurde ich dann aufgeklärt, dass ich „vegan“ mit „vegetarisch“ verwechselt hatte. Unter vegetarischer Ernährung versteht man  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Veganer Wein oder Ökowein?

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Trinken Sie Punkte?

Weinliteratur: neben Zeitungen und Zeitschriften eine unerschöpfliche Quelle von Trinkempfehlungen

Weinliteratur: neben Zeitungen und Zeitschriften eine unerschöpfliche Quelle von Trinkempfehlungen

Als professioneller Weinfreund schaue ich mir natürlich auch das Weinangebot der Konkurrenz in Internet regelmäßig an. Dabei ist mir schon lange aufgefallen, dass es einige Händler gibt, die nur noch Weine anbieten, denen von allgemein bekannten Kritikern eine hohe Punktzahl gegeben wurden. Der Weinhändler hat sich in diesen Fällen offenbar zum bürokratischen Weinbeschaffer gemacht, der außer vielleicht einer kommerziellen, keinerlei weitere Qualifikation für seinem Beruf mitbringt. Damit degradiert er eigentlich die ganze Weinbranche und bezeugt, was ich schon immer vermutet habe, dass nämlich Weinkritiken nichts anderes sind als Verkaufsinstrumente. Die Tatsache, das Lidl kürzlich einen „Master of Wine“ angestellt hat, der die eigenen Weine im 100-Punkte-Schema für die hauseigene Werbung beurteilen muss  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Trinken Sie Punkte?