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Ein Schwanengesang für La Vineria

Isabel del Olmo und Peter Hilgard sagen: "Danke und auf Wiedersehen!"

Isabel del Olmo und Peter Hilgard sagen: “Danke und auf Wiedersehen!”

La Vineria wird ihre Tore am 30. September 2015 schließen. Vom Anfang bis zum Ende sind fast drei Jahrzehnte vergangen. Das ist eine lange Zeit, auch im Leben von Isabel del Olmo und Peter Hilgard. Beide fingen bereits 1985 an sich mit dem Gedanken anzufreunden aus Spanien Weine nach Deutschland zu importieren. Bei ihr, die erst vor ein paar Jahren in Deutschland angekommen war, war es der Wille einer selbstständigen und sinnvollen Beschäftigung nachzugehen, die auch eine Verbindung mit der Heimat ermöglichte. Bei ihm war es die Liebe zum Wein und das große Interesse an Spanien, ein Land dessen Weinszene damals gerade begann sich zu mausern. Die Marktlücke für spanische Weine war in Deutschland Mitte der Achtziger Jahre riesig und so schienen die Voraussetzungen für ein Geschäft dieser Art in vollem Umfang gegeben. Mit Hilfe spanischer Freunde, die in Barcelona selbst mit Wein handelten, wurde unser erstes Sortiment 1987 zusammengestellt. Um mehr persönliche Freiheit zu haben wollten wir einen Versandhandel aufbauen, was zunächst den Erwerb von Adressen bedeutete. Der große Durchbruch kam im Jahre 1992 als wegen der Weltausstellung in Sevilla und der Olympiade in Barcelona Spanien viel von sich reden machte und Interesse an seinen Weinen weckte. Dazu kam der Umzug von La Vineria von Bielefeld nach Frankfurt/Main. Auch Peter Hilgards journalistische, bzw. weinliterarische Tätigkeit brachte Kunden. Weinseminare in unseren Geschäftsräumen, Kundenreisen in die spanischen Weinbaugebiete und Gourmet-Menüs mit Begleitung durch unsere Weine wurden damals große Schlager und waren immer außerordentlich gefragt. 1998 gab Peter Hilgard seinen Job als Abteilungsdirektor in einem bekannten Pharmaunternehmen auf und widmete sich nur noch dem Wein: eine eigene Kellerei in Andalusien sollte die Aktivitäten für La Vineria mit eigenen Kellereierfahrungen verbinden. So entstand Bodega Los Barrancos in der Provinz Granada.

Nach Karl Simrocks (1802–1876) Sammlung deutscher Sprichwörter gibt es die Volksweisheit »Die Zeit hat Flügel« und dies merkten selbstverständlich auch wir. Heute wollen wir unsere Neugier auf andere Lebensbereiche ausdehnen und neue Eindrücke und Erkenntnisse in uns aufnehmen und noch besseren Wein machen. Wir dürfen nicht warten bis uns die Zeit davon geflogen ist. Deswegen haben wir den Entschluss gefasst La Vineria aufzugeben. Dass uns dies nicht leicht gefallen ist, kann jeder ermessen, der die Empathie erlebt hat mit der unsere Freunde und Kunden an den Tagen der Offenen Türe und bei anderen Veranstaltungen mit uns und untereinander kommuniziert haben. Diese Stunden waren oft genug Sternstunden der Begegnung und haben das Fundament gelegt für viele andauernde Freundschaften. Das macht uns glücklich und dankbar und gibt unserer vergangenen Tätigkeit einen tiefen Sinn.

Ich möchte auch weiterhin zu ausgewählten Themen meine Meinung äussern. Deshalb bleibt dieser blog bestehen. Schauen Sie mal wieder rein!

 

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Beethoven im Corral del Carbón

Beethoven mit spanischem Akzent: Klaviersonaten in Granadas Corral del Carbón

Beethoven mit spanischem Akzent: Programmheft der Klaviersonaten in Granadas Corral del Carbón

Mitten in der Stadt Granada, ein Katzensprung von der Kathedrale entfernt, liegt das älteste Gebäude der Stadt aus maurischen Zeiten: der „Corral del Carbón“, eine Karawanserei aus dem 14. Jahrhundert. Hier wechselten  in muslimischen Zeiten verschiedenste Waren  ihre Besitzer, zuletzt, wie der Name andeutet, waren es die Kohlehändler, die hier ihren schwarzen Brennstoff feilboten. Heute ist der Innenhof dieses Ortes, dessen filigrane maurische Ästhetik den Besucher bezaubert, Schauplatz von kleinen Kammerkonzerten während des Internationalen Musik- und Tanzsommerfestivals in Granada, einer der bedeutendsten europäischen Kulturveranstaltungen südlich der Pyrenäen.  Unter der Überschrift „Beethoven – mit spanischem Akzent“  haben neun herausragende  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Beethoven im Corral del Carbón

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Ich bin dann mal bei den Bienenfressern!

Der Bienenfresser - ein Begleiter durch den Sommer in den Alpujarras (Andalusien)

Der Bienenfresser – ein Begleiter durch den Sommer in den Alpujarras (Andalusien)

Für beinahe jeden von uns hat der Sommer seinen ganz eigenen, individuellen Reiz. Wärme, Sonne, Meer, Berglandschaften oder die berühmte duftende Sommerwiese lösen Glücksgefühle aus und vermitteln das intensive Gefühl zu leben. Einen ganz besonderen Aspekt des Lebens repräsentieren für mich die Vögel. Sie sind ortsungebunden und scheinbar frei von jeglichen geographischen Zwängen. Manche von ihnen sind dazu noch wunderschön, andere können bezaubernd singen wieder andere vollführen ein kunstvolles Ballett in den Lüften. Kurzum, die Vögel sind Lebewesen, die in ihrer Ausdruckskraft der menschlichen Spiritualität ähneln. Sie haben Eigenschaften, die unseren geistigen Fähigkeiten nahe kommen. Auch die Vielfältigkeit des Geistes findet ihr Gegenstück in der Artenvielfalt der Vögel. Deswegen sind sie so faszinierend.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ich bin dann mal bei den Bienenfressern!

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Was die Deutschen trinken

Mittelalterliche Statistik: Rechenbrett anstatt Computer

Mittelalterliche Statistik wurde noch mit dem Rechenbrett anstatt dem Computer gemacht.

Über die Kultivierung des Durstes habe ich an dieser Stelle schon einmal geschrieben. In dieser Thematik liegt unsere Liebe zum Wein verborgen. Aber der Wein stellt naturgemäß nur einen kleinen Anteil zur Befriedigung unseres Flüssigkeitsbedarfes dar. Welche Getränke nehmen wir sonst noch in größeren Mengen zu uns? Der bekannte Getränkejournalist Michael Breitenacher hat Daten zum Getränkekonsum der Deutschen aus den verschiedensten öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Seine Tabelle wurde kürzlich in der im Meininger-Verlag erschienenen „Weinwirtschaft“ (11;6, 2015) veröffentlicht. Diese Zahlen bergen eigentlich kein Geheimnis und wenn man aus seinen eigenen Trinkerfahrungen auf die Gesamtheit von 80 Millionen Deutschen hochrechnet, kommt man tatsächlich mehr oder weniger auf die Zahlen Breitenachers. Der gesamte Getränkekonsum betrug im Jahr 2014 in Deutschland geschätzte 761 Liter pro Person. Das sind wenig mehr als 2 Liter am Tag pro Person, eine Zahl, die in der gleichen Größenordnung auch von Ernährungswissenschaftlern als täglicher Flüssigkeitsmindestbedarf angegeben wird.

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Wieso vertragen wir überhaupt Alkohol?

Bis 2009 Gefahrensymbol für gesundheitsschädlichen Stoff: z.B. Äthanol und Acrolein

Bis 2009 Gefahrensymbol für gesundheitsschädlichen Stoff: z.B. auch Äthanol und Acetaldehyd

Es hat sich längst herumgesprochen, dass Enzyme für den Abbau von Alkohol im Körper und damit für die Alkoholverträglichkeit verantwortlich sind. Genau genommen handelt es ich um die Alkoholdehydrogenase (ADH) und um die Aldehyd-Dehydrogenase 2 (ALDH). Beide Enzyme sind von überragender Wichtigkeit wenn es darum geht Alkohol, bzw. dessen toxisches Stoffwechselprodukt Acetaldehyd aus dem Blut zu eliminieren. Die Produktion dieser beiden lebenswichtigen Enzyme wird genetisch kontrolliert und geregelt. Es gibt bestimmte Völker, vorwiegend in Asien (z.B. Koreaner, Japaner und Vietnamesen), bei denen deutlich geringere Mengen der ADH und ALDH im Blut messbar sind, ebenso wie übrigens auch weltweit bei Frauen. Beide, Asiaten und Frauen,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Wieso vertragen wir überhaupt Alkohol?